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Der Lykische Weg

Der Lykische Weg an der Mittelmeerküste zwischen Fethiye und Antalya gilt als einer der schönsten Fernwanderwege der Welt. Auf einer Länge von über 500 Kilometern verläuft er größtenteils entlang der Küste des antiken Lykiens, vorbei an zahlreichen antiken Städten, einsamen Buchten und Stränden.

Benannt ist der Weg nach der Landschaft Lykien, wie diese Region in der Antike hieß. Einige der Ruinen entlang der Route stammen aus dem 8. Jahrhundert v. Chr., aus der Zeit der Lykier. Später hinterließen auch Perser, Griechen und Römer ihre Spuren. Immer wieder nutzten Piraten die geschützten Buchten als Rückzugsorte und eroberten zeitweise sogar ganze Städte.

Der Name Lykien bedeutet vermutlich „Land des Lichts“, möglicherweise in Anlehnung an den griechischen Lichtgott Apollon, dessen Geburtsort hier vermutet wird. Der Sage nach war Lykien ein Verbündeter Trojas im Trojanischen Krieg, wie ihn die Ilias beschreibt. Einer der Berge, die in der Antike als Olymp bezeichnet wurden, liegt im östlichen Teil des Lykischen Weges oberhalb der antiken Städte Olympos und Phaselis. In dieser Region soll Alexander der Große während seines Feldzugs nach Osten einen Winter verbracht haben.

Die Ursprünge des Lykischen Weges reichen somit bis in die Antike zurück. Über Jahrhunderte diente er als Verbindungs- und Handelsweg, unter anderem für Kamelkarawanen. Asphaltierte Straßen entstanden in dieser abgelegenen Region erst in den 1970er-Jahren. Seit 1999 ist der Weg dank des Pioniergeistes von Kate Clow durchgehend markiert. Wegzeichen und Hinweisschilder mit Entfernungsangaben erleichtern heute die Orientierung und machen den Lykischen Weg zu einem gut erschlossenen, aber dennoch ursprünglichen Wandererlebnis.

Wie lange braucht man für den Lykischen Weg?

Wer den gesamten Lykischen Weg von Fethiye bis Antalya wandern möchte, sollte mindestens 25 Tage einplanen, um alle offiziellen Etappen zu absolvieren. Je nach persönlichem Tempo, Wetterbedingungen und Etappenwahl kann die benötigte Zeit auch länger ausfallen.

In der untenstehenden Übersicht haben wir alle Etappen des Lykischen Weges für dich aufgelistet. Einige dieser Abschnitte sind nur mit Zeltübernachtung machbar, da es unterwegs keine Unterkünfte oder Versorgungsmöglichkeiten gibt.

Wir bieten ausschließlich Etappen an, bei denen eine Übernachtung in Hotels oder familiär geführten Pensionen mit Dusche und WC möglich ist. So kannst du den Lykischen Weg komfortabel und ohne Campingausrüstung wandern.

Wie in der Liste unten dargestellt, sind die von uns angebotenen Etappen schwarz markiert, während Etappen ohne Übernachtungs- oder Transfermöglichkeiten rot gekennzeichnet sind.

Lykischer Weg Etappen, Länge und Höhenmeter:

0. Kayaköy – Ölüdeniz

Eigentlich beginnt der Lykische Weg in Ovacık, doch die Etappe vom verlassenen griechischen Dorf Karmylassos hinunter zur Lagune von Ölüdeniz ist so schön, dass man sie sich nicht entgehen lassen sollte. Besonders die Ausblicke auf die zahlreichen Buchten und der Panorama - Abstieg zur türkisfarbenen Ölüdeniz-Lagune lohnen sich.

🚶‍♂️ 6 km | ↑ 290 m | ↓ 430 m | ⏱ ca. 2 Std.

 

1. Ovacık – Faralya

Die Etappe beginnt am offiziellen Schild des Lykischen Weges in Ovacık.
Schon nach kurzer Zeit führt der Weg auf einen schmalen Pfad, von dem aus du beeindruckende Blicke auf die Lagune von Ölüdeniz hast. Zwischen dem imposanten Babadağ und dem funkelnden Mittelmeer wanderst du anschließend durch ursprüngliche Landschaften bis nach Faralya.
🚶‍♂️ 13 km | ↑ 600 m | ↓ 650 m | ⏱ ca. 4,5 Std.

 

2. Faralya – Alinca oder Faralya – Kabak-Bucht - Alinca

Von Faralya steigst du zunächst sanft durch Macchia und Kiefernwald auf eine Anhöhe mit faszinierenden Blicken auf das tiefblaue Wasser der Kabak-Bucht.
Dort hast du zwei Möglichkeiten: Entweder wanderst du für eine Badepause hinunter zur Bucht und steigst anschließend wieder hinauf in Richtung Alınca – oder du bleibst auf der oberen Route oberhalb von Kabak und folgst dem direkten Anstieg nach Alınca.

🚶‍♂️ 13 km | ↑ 900 m | ↓ 500 m | ⏱ ca. 5 Std.                Faralya - Alinca

🚶‍♂️ 13,5 km | ↑ 1000 m | ↓ 600 m | ⏱ ca. 5,5 Std.        Faralya - Kabak-Bucht - Alinca

 

3. Alınca – Bel

Diese Etappe führt über Höhenzüge mit Ausblick auf das Meer und über bewaldete Hügel — überwiegend naturbelassene Pfade, teils steinig, mit moderaten Steigungen. Ideal für Wanderer, die landschaftlich reizvolle Panoramawege mit etwas Herausforderung verbinden möchten.

🚶‍♂️ 14 km | ↑ 650 m | ↓ 600 m | ⏱ ca. 5 Std.

 

4. Bel – Gavuragili – Karadere Strand

Nach einem Anstieg durch den Kiefernwald erreichst du eine Anhöhe mit schönem Blick auf das Mittelmeer. Anschließend folgt ein steiler, teils steiniger Abstieg in Richtung des Dorfes Gavurağılı und weiter hinunter zum Karadere-Strand.

Dieser Strand bildet das Ostufer des 14 km langen Sandstrandes von Patara, der sich von Karadere bis Patara erstreckt und in der Mitte vom Fluss Xanthos geteilt wird. Da es im südlichen Bereich keine Brücke gibt, musst du – um nach Patara zu gelangen – zur Hauptstraße ausweichen.

🚶‍♂️ 14 km | ↑ 350 m | ↓ 900 m | ⏱ ca. 5 Std.

 

5. Karadere Strand – Letoon - Kinik (Xanthos)

Diese Etappe verläuft fast vollständig über stark befahrene, asphaltierte Straßen und ist daher als Wanderstrecke nicht empfehlenswert.

 

6. Kinik (Xanthos) – Akbel

Diese Etappe verläuft abwechslungsreich über Forstwege und schmale Pfade, häufig durch schattigen Kiefernwald. Mehrere Kilometer begleitet man das römische Aquädukt, der einst Wasser zur antiken Stadt Patara transportierte.

Der erste Abschnitt von Kınık nach Çavdır führt rund 3,5 km über eine asphaltierte Straße. Daher empfehlen wir, die Wanderung direkt in Çavdır zu beginnen.
Durch den starken Bauboom der letzten Jahre wurden zwischen Üzümlü und Akbel zahlreiche Villen errichtet, deren Zäune den Originalweg teilweise unpassierbar machen. Darum raten wir, die Etappe in Üzümlü zu beenden.

🚶‍♂️ 19 km | ↑ 450 m | ↓ 400 m | ⏱ ca. 6 Std. Kinik – Akbel

🚶‍♂️ 10 km | ↑ 350 m | ↓ 300 m | ⏱ ca. 3,5 Std. Cavdir - Üzümlü

 

7. Akbel – Gelemis (Patara)

Der ursprüngliche Verlauf dieser Etappe führt vom Dorf Akbel hinunter zur Hauptstraße D-400 (Patara–Kalkan). Da dieser Abschnitt jedoch über eine viel befahrene Asphaltstraße verläuft, empfehlen wir, die Wanderung direkt an der D-400 beim offiziellen Schild des Lykischen Weges in Richtung Patara zu beginnen. Von dort führt der Weg durch Kiefernwald und Macchia. Auf den ersten drei Kilometern läufst du immer wieder parallel zum Aquädukt oder sogar direkt darin, dass einst Wasser von Xanthos nach Patara leitete.

Beeindruckend ist besonders im dritten Kilometer die römische Druckleitung Delikkemer, ein meisterhaft gebautes Siphonsystem, das dazu diente, das Wasser auf ein höheres Niveau zu heben.

🚶‍♂️ 12 km | ↑ 200 m | ↓ 350 m | ⏱ ca. 4 Std.

 

8. Gelemis (Patara) – Kalkan

Zwischen Çavdır und Kaş hat der Bauboom in den letzten Jahren stark zugenommen. Dadurch verläuft inzwischen mehr als die Hälfte dieser Etappe über asphaltierte Straßen. Aus diesem Grund empfehlen wir, diese Strecke auszulassen.

🚶‍♂️18 km | ↑ 450 m | ↓ 400 m | ⏱ ca. 6 Std.

 

9. Kalkan – Saribelen

Die Etappe beginnt mit 1,5 km entlang der D-400 zwischen Kalkan und Kaş.
Danach folgt ein steiler, etwa 700 m hoher Anstieg auf einem schmalen Pfad hinauf ins Dorf Bezirgan. Zwischen Bezirgan und Sarıbelen existiert zwar ein offizieller Pfad, der zunächst auf rund 900 m ansteigt und anschließend wieder abfällt, doch er wird kaum genutzt und ist inzwischen stark zugewachsen. Daher empfiehlt es sich, stattdessen die ruhigere, etwa 6 km lange Straße zu nutzen, die den Berg Yumrutepe umrundet.
Sie bietet eine verlässliche und gut begehbare Alternative.

🚶‍♂️16 km | ↑ 1300 m | ↓ 500 m | ⏱ ca. 6 Std.

 

10. Saribelen – Gökceören

Über eine Höhenroute auf rund 900 m wanderst du mit nur wenigen Auf- und Abstiegen fast parallel zur Küste.
Bis 2020 war diese Gegend nur sehr dünn besiedelt. Durch den Bauboom entstanden zwar einige neue Häuser in der Nähe der Ortschaften, doch da es kaum öffentliche Verkehrsmittel gibt, bleibt die Route weiterhin ruhig und einsam – ideal für alle, die Natur und Stille genießen wollen.

🚶‍♂️12 km | ↑ 350 m | ↓ 400 m | ⏱ ca. 4 Std.

11. Gökceören – Cukurbag

Die ersten 7 km führen dich auf einer asphaltierten Straße von Gökçeören bis zum Bach Hacıoğlan. Danach geht es auf ursprünglichen Pfaden weiter – durch dünn besiedelte Gebiete, Wälder und Weideflächen. Vor dem letzten Abstieg erreichst du die antike Stadt Phellos. Ihr Hafen war das weiter unten gelegene Antiphellos, das heutige Kaş.

🚶‍♂️20 km | ↑ 700 m | ↓ 1100 m | ⏱ ca. 7,5 Std.

 

12. Cukurbag – Kas (Antiphellos)

Die Etappe beginnt mit einem flachen Abschnitt über die Hochebene, größtenteils auf kleinen Straßen. Anschließend folgt ein steiler Abstieg mit einem beeindruckenden Panorama auf die Insel Meis. Der Weg erfordert Konzentration, da der wunderschöne Ausblick leicht vom anspruchsvollen Gelände ablenkt.

🚶‍♂️9 km | ↑ 100 m | ↓ 600 m | ⏱ ca. 3 Std.

 

13. Kas (Antiphellos) – Bogazcik

Die Etappen ab Kaş führen dich in wenig bewohnte, ursprüngliche und teilweise wilde Regionen des Lykischen Weges. Gleich hinter Kaş erwartet dich das erste Highlight: der Abstieg entlang der lykischen Felsengräber zur Bucht Limanağzı. Obwohl ein Sicherungsseil vorhanden ist, solltest du bei ausgeprägter Höhenangst besser die östliche Parallelroute wählen.

Bis zum Anstieg nach Boğazcık verläuft die Etappe direkt entlang der Küste. Du genießt fast durchgehend wunderschöne Ausblicke auf das Meer und hast unterwegs immer wieder die Möglichkeit, in kleinen Buchten zu schwimmen.

🚶‍♂️20 km | ↑ 700 m | ↓ 350 m | ⏱ ca. 7 Std.

 

14. Bogazcik – Ücagiz (Teimussa)

Heute passierst du zunächst die kleine Akropolis von Apollonia, danach die alte Hafenstadt des Lykischen Bundes, Aperlai, und schließlich erreichst du Teimussa – das heutige Üçağız.

Nach den ersten Kilometern steigst du von Apollonia hinunter bis ans Meer und gelangst direkt nach Aperlai. Auf dem Abstieg kannst du zahlreiche Überreste wie Zisternen, Stadtmauern und viele lykische Sarkophage entdecken. Anschließend führt der Weg größtenteils entlang der Küste weiter bis ins Dorf Üçağız.

🚶‍♂️15 km | ↑ 200 m | ↓ 500 m | ⏱ ca. 5,5 Std.

 

15. Ücagiz (Teimussa) – Demre (Myra)

Beim Verlassen des Dorfes Üçağız siehst du rechts auf der Akropolis die Burg Simena. Auch wenn die Etappe heute etwas länger ist, solltest du den kurzen Abstecher dorthin unbedingt einplanen – der Ausblick lohnt sich.

Anschließend wanderst du durch weitgehend unbewohntes Küstengebiet. Unterwegs bieten sich dir mehrere Möglichkeiten für eine Badepause, bevor du am Ende des Küstenabschnitts die antike Hafenstadt Andriake, den ehemaligen Hafen von Myra, erreichst.

Von dort sind es noch etwa 6 km auf Asphalt bis nach Demre. Wenn du dir diesen letzten Abschnitt ersparen möchtest, kannst du problemlos ein Taxi nehmen.

🚶‍♂️20 km | ↑ 300 m | ↓ 250 m | ⏱ ca. 6 Std.

 

16. Demre (Myra) – Alakilise – Finike (Nur mit Zeltübernachtung)

Zwischen Demre und Karaöz wurde der ursprüngliche Verlauf des Lykischen Weges entlang der Küste in den letzten Jahrzehnten größtenteils durch Asphaltstraßen ersetzt. Die alternative Verbindung über das Gebirge von Demre nach Finike ist jedoch noch vollständig begehbar und bietet eine eindrucksvolle Hochgebirgswanderung.

Da diese Etappe an einem Tag nicht zu bewältigen ist und es unterwegs weder feste Übernachtungs- noch Einkehrmöglichkeiten gibt, kann sie ausschließlich mit einer Zeltübernachtung durchgeführt werden. Trinkwasser ist unterwegs in mehreren Zisternen vorhanden, muss jedoch unbedingt gefiltert werden.

Die ersten etwa 9 km von Demre bis kurz hinter Belören verlaufen auf einer Asphaltstraße. Daher empfiehlt es sich, mit einem Taxi bis zum eigentlichen Wanderstart zu fahren.

Die Etappe wird sinnvollerweise in zwei Tagesabschnitte unterteilt:

1. Tag: Demre - Zeltplatz

Ab Belören (ca. 680 m) steigt der Weg langsam, aber kontinuierlich an und erreicht mit 1.780 m den höchsten Punkt der Etappe. Anschließend führt der Pfad leicht bergab bis auf etwa 1.600 m zu einer Hochfläche mit weitem Blick auf das Meer – ein idealer Platz für die Zeltübernachtung.

🚶‍♂️16 km | ↑ 1400 m | ↓ 400 m | ⏱ ca. 7 Std.

2. Tag: Zeltplatz - Finike

Am zweiten Tag geht es überwiegend bergab in Richtung Küste. Bei etwa 880 m Höhe passiert man die antike Stadt Belos. Danach führt der Weg mit schönen Ausblicken auf Finike und das Mittelmeer hinunter in die Kleinstadt.

🚶‍♂️17 km | ↑ 200 m | ↓ 1800 m | ⏱ ca. 6 Std.

 

17. Finike – Karaöz

Diese Etappe verläuft heute vollständig auf Asphalt und folgt der stark befahrenen Hauptverkehrsstraße D 400 zwischen Antalya und Fethiye. Aus diesem Grund ist sie als Wanderetappe nicht empfehlenswert.

Stattdessen empfiehlt es sich, von Finike mit dem Taxi oder Bus über Mavikent nach Karaöz zu fahren und die Wanderung dort mit der Etappe Karaöz – Adrasan fortzusetzen.

🚶‍♂️30 km | ↑ 90 m | ↓ 90 m | ⏱ ca. 7 Std.

 

18. Karaöz – Adrasan

Diese Abschnitt zählt zu den schönsten Etappen des Lykischen Weges. Die ersten 4 km verlaufen auf einem breiten Küsten-Forstweg. Nach der Corona-Pandemie wurden in diesem Gebiet zahlreiche Zeltplätze angelegt, da die Nachfrage nach Zelturlaub auch in der Türkei deutlich gestiegen ist.

Da die heutige Etappe insgesamt anspruchsvoll ist, empfehlen wir, die ersten 4 km mit dem Taxi zurückzulegen. Aus Gründen der Waldbrandgefahr ist der Forstweg etwa 1,5 km vor dem Aufstieg zum Leuchtturm Gelidonya an einer Schranke gesperrt – direkt beim Wegweiser des Lykischen Weges.

Ab dort folgt man einem Pfad durch Kiefernwälder, begleitet von wunderbaren Ausblicken auf mehrere kleineren Inseln, bevor der Weg hinunter zur Bucht des Dorfes Adrasan führt.

🚶‍♂️4 km | ↑ 50 m | ↓ 50 m | ⏱ ca. 1 Std.   Karaöz - Schranke

🚶‍♂️17 km | ↑ 700 m | ↓ 750 m | ⏱ ca. 6 Std. Schranke - Adrasan

 

19. Adrasan – Çıralı

Von Adrasan steigst du zunächst durch Kiefernwälder hinauf zum Sattel auf etwa 700 m Höhe, der als Sommerweide von Adrasan und Olympos dient. Auf der Ostseite des Berges führt der Weg anschließend durch Kiefern- und Erdbeerbaumwälder hinab zur antiken Stadt Olympos.

Du überquerst den Fluss, der die Ruinenstadt in zwei Teile teilt, und erreichst schließlich den naturschutzgeschützten Strand von Çıralı.

 17 km | ↑ 800 m | ↓ 800 m | ⏱ ca. 6 Std.

 

Von Cirali nach Gedelme (Göynük Alm) gibt es 2 Alternativen:

A - Die Hochetappe führt dich erst zum Bergdorf Beycik und über den Tahtali Pass (1860m) erst nach Gedelme (700m) und danach über über die Göynük Alm (900m) und die Göynük Schlucht hinunter an den Meeresspiegel nach Göynük.

B - Die Etappe an der Küste entlang führt dich erst nach Tekirova und danach durch Kuzdere erst hinauf zur Göynük Alm (900m) und hinunter über die Göynük Schlucht nach Göynük.

Wenn du von Asphalt und dem Massentourismus fernbleiben möchtest, empfehlen wir dir die Hochetappe über Beycik, Gedelme zu nehmen.

Wenn du unbedingt in Meeresnähe bleiben möchtest oder keinen Aufstieg magst, kannst du die Route an der Küste wählen. In dem Fall wirst du in Tekirova und Kuzdere auf asphaltierten Straßen laufen müssen, oder nimmst dir ein Taxi.

 

A-20. Çıralı – Beycik

Der heutige Tag ist geprägt von einem längeren Aufstieg zum Bergdorf Beycik. Die erste Hälfte der Etappe führt von Çıralı über die ewigen Feuer der Chimära hinauf zum Dorf Ulupınar – ein besonders eindrucksvoller Abschnitt, den wir unbedingt empfehlen.

Die zweite Hälfte verläuft leider größtenteils auf asphaltierten Straßen. Durch den Bauboom der letzten Jahre muss man häufig umzäunte Grundstücke neu errichteter Häuser umgehen, weshalb dieser Abschnitt landschaftlich und wandertechnisch weniger attraktiv ist. Falls du ein Fahrzeug findest, das dich nach Beycik bringt, sparst du wertvolle Energie für die morgige Etappe, die zu den anspruchsvollsten des Lykischen Weges zählt.

🚶‍♂️8 km | ↑ 600 m | ↓ 350 m | ⏱ ca. 3 Std.      Çıralı – Ulupınar

🚶‍♂️10 km | ↑ 700 m | ↓ 200 m | ⏱ ca. 3,5 Std. Ulupınar – Beycik

 

A-21. Beycik – Gedelme

Diese Etappe gehört zu den anspruchsvollsten Abschnitten des Lykischen Weges. Sie führt zunächst vom Dorf Beycik hinauf zum Tahtalı-Pass auf 1.860 m und anschließend hinunter nach Gedelme.

In den höheren Lagen kann es selbst im April noch Schneefelder geben. Ab etwa 1.200 m Höhe wanderst du durch beeindruckende Mischwälder aus Wacholder und Libanonzedern, die dieser Etappe einen besonders alpinen Charakter verleihen.

🚶‍♂️21 km | ↑ 1350 m | ↓ 1500 m | ⏱ ca. 8 Std.

 

A-22. Gedelme - Göynük Alm

An der Göynük Alm beginnt der Abstieg in Richtung Göynük, wo du auf den Pfad der B-Alternative triffst, der entlang der Küste verläuft. Diese Etappe führte früher durch dichten Kiefernwald bergauf, ist heute jedoch stellenweise stark zugewachsen da sie nur selten begangen wird.

Aus diesem Grund wählen viele Wanderer die asphaltierte Straße von Gedelme in Richtung Ovacık. Wir empfehlen, dich in Gedelme mit einem Fahrzeug zur Göynük Alm bringen zu lassen und die Etappe erst dort zu beginnen.

🚶‍♂️10 km | ↑ 600 m | ↓ 450 m | ⏱ ca. 4 Std.

 

B-20. Çıralı – Tekirova

Du wanderst überwiegend entlang der Küste durch Kiefernwälder und Macchia, vorbei an zahlreichen Badebuchten und Stränden, bis du das Dorf Tekirova erreichst. Der Ort zählt zu den stark touristisch geprägten Ferienzentren westlich von Kemer.

🚶‍♂️19 km | ↑ 700 m | ↓ 700 m | ⏱ ca. 7 Std.

 

B-21. Tekirova – Kuzdere

Die ersten fünf Kilometer führen durch den Ort Tekirova, vorbei an Hotelanlagen.
Der landschaftlich schönste Abschnitt dieser Etappe liegt zwischen dem Sundance Camping, der antiken Stadt Phaselis und dem Alacasu-Strand. Nach dem Alacasu-Strand verläuft der Weg überwiegend auf Asphalt bis zum Dorf Kuzdere.

🚶‍♂️23 km | ↑ 400 m | ↓ 350 m | ⏱ ca. 7 Std.

 

B-22. Kuzdere – Göynük Alm

Diese Etappe führt von Kuzdere hinauf zur Göynük Alm. Nach starken Regenfällen im Jahr 2018 kam es in mehreren Abschnitten hinter der römischen Brücke zu Erdrutschen. Seitdem wird diese Etappe nur noch selten begangen.

🚶‍♂️17 km | ↑ 1100 m | ↓ 350 m | ⏱ ca. 8 Std.

 

23. Göynük Alm – Göynük

Dieser Abschnitt gehört zu den anspruchsvolleren Etappen. Besonders bei oder nach Regenfällen können die Bachüberquerungen, die ihr Wasser in den Göynük-Canyon leiten, schwierig sein. Der Abstieg von der Göynük Alm in den Göynük Canyon führt jedoch durch einen wunderschönen Kiefernwald und ist landschaftlich sehr reizvoll.

🚶‍♂️14 km | ↑ 1350 m | ↓ 550 m | ⏱ ca. 7 Std.

 

24. Göynük – Hisarçandır

Diese Etappe wird aufgrund der vielen Höhenmeter nur selten begangen.
Sie führt von etwa 80 m Höhe durch Kiefernwald und Karstlandschaft hinauf bis auf rund 1.500 m und steigt anschließend nach Norden zum Dorf Hisarçandır auf etwa 800 m wieder ab.
Mit einer Zeltübernachtung wäre diese Etappe grundsätzlich machbar. Ein weiteres Problem stellt jedoch die Weiterreise von Hisarçandır nach Antalya dar, da es in den Bergdörfern weder öffentliche Verkehrsmittel noch Taxis gibt.

🚶‍♂️18 km | ↑ 1700 m | ↓ 850 m | ⏱ ca. 8 Std.

 

25.Hisarçandır – Geyikbayiri

Dies ist die letzte Etappe des Lykischen Weges, die erst vor wenigen Jahren ergänzt wurde. Aufgrund ihrer Länge und Schwierigkeit ist sie nicht an einem Tag zu bewältigen.
Der erste Abschnitt von etwa 8 km führt von Hisarçandır nach Çitdibi und verläuft überwiegend auf Asphalt- und Forstwegen. Ab Çitdibi geht es weiter über Pfade und Forstwege bis zum bekannten Klettergebiet von Geyikbayırı.

🚶‍♂️23 km | ↑ 1100 m | ↓ 1600 m | ⏱ ca. 11 Std.

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